Eure Spiritualität ist angeboren

„Vielleicht fühlt ihr euch manchmal mit eurer Spiritualität, mit eurer Liebe zu den Engeln und zu uns Aufgestiegenen Meistern alleingelassen und unverstanden?

Vielleicht hört ihr von anderen Menschen, dass spirituelle Botschaften nur Einbildungen seien, die weder wissenschaftlich haltbar sind noch jeglicher intellektueller Grundlage entbehren?

Vielleicht wundert ihr euch, warum so viele Menschen einfach keine spirituellen Gedanken zulassen können?

Ihr Menschen solltet einfach akzeptieren, dass die große Mehrheit eurer Zeitgenossen noch in ihrer engen Gedankenbox feststeckt und keinerlei Veranlassung dafür sieht, aus ihr auszusteigen. In vielen Fällen braucht es leider immer noch sehr tragische Schicksalsschläge oder andere ‚Unwetter‘ in ihrem Leben, damit sie mit der Suche nach einem Ausweg aus ihrer spirituellen Sackgasse beginnen.

Spätestens seit den Botschaften von KRYONgechannelt von Lee Carroll, wisst ihr Menschen, dass eure Spiritualität quasi angeboren und damit in euren  multidimensionalen DNA-Schichten zu Hause ist. Doch die DNA kann euch noch so oft spirituelle Impulse senden – wenn ihr dafür nicht bereit und offen seid, werdet ihr sie auch nicht wahrnehmen können.

Deshalb ist es wichtig, dass ihr euch mit eurer Spiritualität nicht alleine fühlt und euch auch nicht als gesellschaftliche Außenseiter betrachtet, sondern euch in ein Netzwerk von anderen Lichtarbeiten integriert. Dies kann ganz bewusst im Außen geschehen, indem ihr euch spirituellen Gruppen anschließt, an spirituellen Veranstaltungen teilnehmt und euch mit anderen über spirituelle Ansichten, Meinungen und Erfahrungen austauscht.

Spiritualität bewusst zu erleben kann aber auch auf einer anderen Ebene vonstattengehen, indem ihr euch beispielsweise mithilfe eurer Gedanken oder während des Meditierens in die Energie jener Menschen einklinkt, die ebenfalls für die Schwingungsanhebung und damit die Weiterentwicklung des spirituellen Bewusstseins auf Erden tätig sind, egal, ob sie euch persönlich bekannt sind oder nicht.

Es gibt viele Wege, Spiritualität bewusst zu leben und zu praktizieren, und es werden täglich mehr. Denn ihr Menschen seid in dieses Leben gekommen, um den großen Bewusstseinswandel einzuläuten und die Schwingungen des Planeten Erde anzuheben. Lasst euch dabei nicht verunsichern – ihr habt schon so viel bewirkt! Macht einfach weiter!

Ich bin die Aufgestiegene Meisterin Lady Nada, seid herzlich gegrüßt, ich bin mit euch!“

Botschaften

Wann ist Mann ein Mann? oder: HOCHSENSIBLE Männer

Worin unterscheidet sich männliche von weiblicher Hochsensibilität? Gibt es überhaupt markante Unterschiede? Diese Fragen drängten sich mir beim Durchblättern des Buches Hochsensible Männer: Mit Feingefühl zur eigenen Stärke als allererstes auf.

Wenn man die typischen Merkmale hochsensibler Menschen kennt, dann lassen sie sich – meiner Meinung nach – gleichermaßen bei Männern wie bei Frauen erkennen. Denn die einen wie die anderen reagieren sehr viel intensiver auf körperliche Reize, wie Umweltbelastungen, Lärm, Sonnenstürme, bestimmte Nahrungsmittel, usw. als normal sensible Menschen.

Hochsensibilität hat viele Gesichter

Egal ob Mann oder Frau: Die meisten Hochsensiblen sind empfindsam, wirken oft auf andere menschenscheu, ziehen sich gerne von anderen zurück, meiden Partys, Menschenansammlungen oder Shoppingzentren, um nur einige Stressfaktoren zu nennen. Manche wiederum kommen mit ihren Emotionen nur schwer zurecht, denn sie spüren nicht nur ihre eigenen, sondern auch die emotionalen Belastungen anderer Menschen.

Mentale Hochsensibilität lässt Männer wie Frauen über artgerechte Tierhaltung, alternative Behandlungsmethoden oder Umweltschutz diskutieren bzw. auf die Barrikaden steigen, während sie gleichzeitig für metaphysische Phänomene offen sind und die Existenz von Engeln oder Naturwesen niemals anzweifeln würden.

Was also macht die Hochsensibilität von Männern aus?

Es ist vor allem unsere leistungsorientierte Gesellschaft und die damit verbundene Erwartungshaltung an „richtige Männer“, die Hochsensiblen Stress verursacht.. Sie müssen stark, durchsetzungsfähig, diszipliniert, erfolgreich und vernunftgesteuert sein, um nicht als Schwächlinge abgestempelt zu werden.

Öffentlich gezeigte Gefühle, emotional getroffene Entscheidungen, Rücksichtnahme auf Schwächere oder Tränen werden ihnen als Weichheit oder Verweichlichung angekreidet – oder man bezeichnet sie als schwul.

Wann ist Mann ein Mann?

Auch Herbert Grönemeyer, der in seinem Song Männer die Frage Wann ist Mann ein Mann?aufwirft, könnte als Hochsensibler durchgehen. Er singt:

Männer nehmen in den Arm
Männer geben Geborgenheit
Männer weinen heimlich
Männer brauchen viel Zärtlichkeit

Oh Männer sind so verletzlich
Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich

In Anbetracht dessen, dass unsere testosterongeprägte Gesellschaft gut und gerne ein wenig sanftere, einfühlsamere Energien sehr gut vertragen würde, freue ich mich über jeden einzelnen hochsensiblen Mann, der zu seinen besonderen Eigenschaften steht. Denn ich meine, es ist wirklich allerhöchste Zeit dafür!

 

 

 

Hochsensibilität

Was es mit Maria Magdalenas Alabasterkrug auf sich hat

Dir ist vielleicht schon aufgefallen, dass Maria Magdalena von bildenden Künstlern meist mit einem Krug oder einem Gefäß dargestellt wird. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Alabasterkrug, der möglicherweise gar keiner war:

„Und als er [Jesus] in Bethanien war im Haus Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, kam eine Frau, die hatte ein Albastron mit einem Balsam aus unverfälschtem Nardenöl, sehr kostbar; und sie zerbrach das Albastron und goss es auf sein Haupt.“[1]

Ein Albastron (griechisch alabastros), wie in der Bibelstelle zitiert wird, kann aus allen möglichen Materialien hergestellt werden. Es ist ein hohes, schmales Gefäß, ohne Deckel, das entweder versiegelt oder mit einem Pfropfen verschlossen ist und zwei Henkel an der Seite zum Halten hat.

Warum der Alabasterkrug so erwähnenswert ist

Zur Zeit Maria Magdalenas gab es die so genannten „dynastischen Eheschließungen“, bei denen der Bräutigam von seiner Braut gesalbt wurde. In diesem Zusammenhang ist es natürlich interessant zu wissen, dass Maria Magdalena eine Angehörige eines Stammes der Hasmonäer war, deren Ahnenreihe bis zurück zu Aaron, dem Bruder von Moses, reichte. Jesus’ Ahnenreihe geht zurück bis König David, weshalb er aufgrund seiner Herkunft eine hohe Position in der Gesellschaft einnahm.

Beschäftigt man sich eingehender mit dieser Thematik, stößt man immer wieder auf den Hinweis, dass Maria Magdalena als eine so genannte „Hasmonäer-Prinzessin“ standesgemäß genau der Frau entsprach, die Jesus ehelichen durfte.

Nur die Braut durfte den Bräutigam salben

Die Salbung von Jesus durch Maria Magdalena unterstreicht diese Position, denn in der damaligen Zeit und der damaligen Gesellschaft durfte nur eine Braut ihren Bräutigam salben. Ab diesem Zeitpunkt trugen verheiratete Frauen eine kleine Phiole mit Öl um den Hals, um ihren Mann nach dessen Ableben ein letztes Mal zu salben. Warum Maria Magdalena nach dem Tod von Jesus in seine Grabkammer ging und was sie dort tat, darf jeder für sich selbst beantworten.

In der bildenden Kunst wurde Maria Magdalenas Krug einerseits als „der Alabasterkrug von Bethanien“ dargestellt, der ihr Salböl für Jesus enthielt – gleichzeitig stand er symbolisch für den Heiligen Gral, der angeblich das Blut Jesus enthielt.

Der Heilige Gral – der Mutterschoß Maria Magdalenas?

Krüge, Töpfe und Kessel werden in der Kunst seit jeher als weibliche Symbole gehandelt, weshalb die Gefäße, mit denen Maria Magdalena dargestellt wird, sinnbildlich für ihren Mutterschoß stehen, in dem sie das Blut Christi „aufbewahrte“. Es ist ja in der Literatur an vielen Stellen davon zu lesen, dass Maria Magdalena das Sangréal, das Heilige Blut, in ihrem Leib in die Provence gebracht hatte, womit die Nachkommen von Jesus gemeint sind.

Eine provokante These? Solange wir beim Sang Real, dem Heiligen Gral, nur an einen Kelch aus Gold denken, wird diese Vorstellung weder in unseren Köpfen noch in unseren Herzen einen Platz finden können.

[1]Markus 14,3 nach dem griechischen Text im Archiv des Vatikans (Codex Vaticanus MS1209)

Maria Magdalena

Was die Nebel von Avalon mit Maria Magdalena zu tun haben

Als ich vor rund 20 Jahr den Weltbestseller „Die Nebel von Avalon“ las, ahnte ich nicht im entferntesten, welche Bedeutung Maria Magdalena einmal in meinem Leben einnehmen würde. Und von der Verbindung zwischen ihr, Glastonbury, und den Königinnen von Avalon hatte ich damals überhaupt keine Vorstellung.

Die Söhne Maria Magdalenas in Südengland

Geschichtsforscher fanden heraus, dass Joseph von Arimathäa mit seinem Neffen Josephus (dem jüngeren Sohn von Maria Magdalena und Jesus) im Jahr 63 n. Chr. in Westengland eintraf. Die Ankömmlinge wurden von den Einheimischen skeptisch beäugt, doch König Arviragus von Siluria überließ ihnen und den 12 Missionaren, die ihrem Gefolge angehörten, ein 580 Hektar großes Land, auf dem sie eine kleine Kirche aus Lehm erbauten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie immer mehr erweitert, bis schließlich jene Abtei von Glastonbury entstand, deren Ruinen noch heute Tausende von Menschen in ihren Bann ziehen.

Bereits im Jahr 49 war Joseph von Arimathäa mit dem zwölfjährigen Jesus II. (auch Jesus Justus genannt, Maria Magdalenas und Jesus’ ältestem Sohn) nach England gereist. Aufgrund der Namensgleichheit von Vater und Sohn kommt es heute immer wieder zu Verwechslungen. Das ist auch der Grund, warum heute so viele Menschen der Meinung sind, dass Jesus selbst in England gewesen sei.

Glastonbury – der magischste Ort in England

Überlieferungen zufolge hatte Jesus II. zum Gedenken an seine Eltern in die damalige Lehmkapelle von Glastonbury einen Gedenkstein eingelassen, der angeblich noch heute in der Südwand der Marienkapelle bei Glastonbury zu sehen ist, und die Inschrift „Jesus – Maria“ trägt, wobei mit Maria nicht die Mutter von Jesus, sondern Maria Magdalena gemeint ist[1].

Glastonbury gilt  als der magischste aller Ort in England. Der Hügel Glastonbury Tor soll einst die Insel Avalon gewesen sein, die inmitten von Sümpfen lag, umgeben von dichten Nebeln, die nur Eingeweihte durchdringen konnten. Es war auch das Zentrum weiser Druiden, ein Rückzugsort von König Artus sowie das angebliche Versteck des Heiligen Grals (auf den ich in einem anderen Blog näher eingehen möchte).

Das einstige Nebelreich Avalon

Unzählige Ruinen und Legenden zeugen von einer zauberhaften Vergangenheit, in deren Mittelpunkt Glastonbury Tor steht, der höchste Hügel weit und breit.  Auf seiner Spitze ragt bis heute eine berühmte Ruine in den Himmel, ein Überbleibsel des ehemaligen Kirchturms St. Michael.

Glastonbury ist ein mystischer und heiliger Ort zugleich, der unzählige Menschen aus aller Welt in ihren Bann zieht. Genau durch diesem Platz verläuft auch die wichtigste Kraftlinie Englands. Sie verbindet Avalon einerseits mit dem Saint Michael’s Mount in Cornwall, als auch mit den großen Steinkreisen in Stonehenge und Avebury  und läuft noch weit in den Nordwesten Englands hinauf. Sensitive Menschen können an diesem Kraftplatz deutlich Energien spüren und wissen, dass rund um Avalon und das Glastonbury Tor besondere, magische Kräfte vorherrschen.

König Artus, Morgain, Viviane und Maria Magdalena

Avalon spielt auch bei der seit dem 5. Jahrhundert entstandenen Sage um König Artus eine große Rolle. Sie besagt, dass die Heilerin Morgaine le Fay Artus in Avalon kurierte, nachdem er sich bei einer Schlacht lebensgefährlich verletzt hatte. Doch Avalon und Morgaine sind mehr als nur Sagengestalten. Dem international anerkannten britischen Historienforscher und Genealogen Laurence Gardener war es in jahrzehntelanger Arbeit gelungen, die Blutlinie von Jesus und Maria Magdalena von der Vergangenheit weit herauf in die Gegenwart zu dokumentieren.

Dabei stieß er auf Namen wie König Artus, Morgaine, Lancelot oder Viviane, die sich alle auf die Ahnenreihe von Maria Magdalena und Jesus bzw. auf jene von Joseph von Arimathäa, dem Bruder von Jesus, zurückführen lassen. Für uns Menschen des 21. Jahrhunderts mag das verrückt oder unglaubwürdig klingen, doch die Wahrheit liegt wie so oft nur einen Hauch unter dem Deckmantel der Sagen, der Legenden oder der christlichen Überlieferungen, die von der Wahrheit ablenken und manchmal bewusst in die Irre führen wollen.

 

[1]Auch Joseph von Arimathäa wird in der Literatur oft nur als „Joseph“ bezeichnet, was dazu führt, dass man ihn mit Joseph, dem Mann von Mutter Maria verwechselte. Heute gebräuchliche Vornamen wie z. B. Maria, Joseph, David etc. waren ja zur Zeit von Jesus übliche Bezeichnungen für Positionen innerhalb einer spirituellen Gemeinschaft, der sie angehörten.

 

Maria Magdalena

Was es mit Maria Magdalenas langen roten Haaren auf sich hat

Bestimmt ist dir schon aufgefallen, dass Maria Magdalena auf den meisten Gemälden mit langen roten oder rötlichen Haaren dargestellt wird. Hast  du dich auch schon mal gefragt, warum das so ist? Ob dahinter eine tiefere Bedeutung oder eine bestimmte Symbolik stecken mag?

Die offizielle Darstellung Maria Magdalenas durch die Amtskirche war die einer flatterhaften Hure, obwohl sie in der Bibel niemals als eine solche bezeichnet worden war. Doch seit der Renaissance ließen – meist kirchliche Auftraggeber – Gemälde anfertigen, auf denen sie sehr oft nackt abgebildet war – wohl als Anspielung auf ihre angebliche Rolle als Prostituierte.

Viele Künstler der damaligen Zeit wussten aber sehr wohl, wer Maria Magdalena in Wahrheit gewesen war und verbargen dieses alte, überlieferte Wissen auf verschlüsselte Art und Weise in ihren Werken, da die Amtskirche eine völlig konträre Darstellung von Maria Magdalena vertrat.

Deshalb legten wissende Künstler großen Wert darauf, Maria Magdalena auf ihren Bildern mit langen roten Haaren zu malen, die ihren (nackten) Körper umhüllten. Damit blieb ihre Würde erhalten und weder ihr Körper noch ihre Seele konnten durch ihre Nacktheit entblößt dargestellt werden.

In den letzten Jahrhunderten war rotes Haar häufig ein wichtiges Attribut bedeutsamer Adelsfamilien. Sie legten deshalb großen Wert darauf, dass dieses sichtbare Zeichen ihrer Herkunft  von den Künstlern der damaligen Zeit auf den Gemälden festgehalten wurde.

Die Haarfarbe Maria Magdalenas war in der Renaissance natürlich niemandem mehr bekannt, und doch wurde sie immer wieder als eine Frau mit roten Haaren dargestellt. Religionshistoriker sehen darin einen verschlüsselten Hinweis auf ihren aristokratischen Status, denn nach alten Schriften von Jacobus de Voragine (1229-1298) soll Maria Magdalenas Mutter Eucharia aus einer königlichen Familie stammen. Auch in einem früheren Manuskript wird sie als Nachkomme des Königshauses von Israel beschrieben.[1]

Maria Magdalena wird auf alten Gemälden und Skulpturen nicht nur mit rotem, sondern sehr häufig auch mit extrem langem Haar dargestellt. Dies war in der bildenden Kunst ein Symbol dafür, dass eine Frau – selbst in nacktem Zustand – mit einen Schleier der Sittsamkeit umhüllt war.

Die langen roten Haare Maria Magdalenas drücken metaphorisch aus, dass es niemandem gelungen war,  sie ihrer Würde zu berauben – egal, welchen Versuch man auch unternommen hatte, sie als eine unbedeutende, unterdrückte oder unwürdige Frau darzustellen.

[1]John W. Taylor, The Coming of the Saints, London 1969, Kap. 5, S. 83

Maria Magdalena

GEHE KRAFTVOLL DURCH STÜRMISCHE ZEITEN und auf inneren Abstand zu Grübeleien

Wie geht es dir, wenn etwas schiefgelaufen ist oder du nicht so gut drauf bist? Beginnst du darüber nachzudenken oder intensiv zu grübeln? In belastenden Situationen ist es besonders schwierig, den „inneren Beobachter“ zum Schweigen zu bringen, denn nicht selten dreht sich unser mentales Hamsterrand Stunden um Stunden, Tage um Tage…

Warum? Weil wir meinen, irgendwo tief in uns drin eine Lösung für unser Problem oder unsere Situation finden zu müssen. Besonders in Krisenzeiten verbohren wir uns in unsere Gedanken, weil wir der Illusion einer Lösungsfindung aufsitzen. Doch das braucht manchmal inneren Abstand – und ausreichend Zeit.

Selbstreflexion ist gut – Gehirn zermartern ist destruktiv

Du hast es vielleicht selber schon erlebt, dass du einen Streit mit einer Freundin nicht und nicht aus dem Kopf bekommst. Du kaust die Situation immer und immer wieder durch, in der Hoffnung herauszufinden, was schief gelaufen ist oder was du hättest besser machen können.

Wenn du dich auf der inneren Suche nach einem befreienden Gedanken (oder einer Erklärung oder einer Ausrede) immer wieder im Kreise drehst, schraubst du dich immer tiefer in dein Problem hinein. Anstatt inneren Abstand zu gewinnen, um neutral über die vergangene Situation nachzudenken, wachsen deine Gefühle der Scham, der Unsicherheit oder der Angst, nicht mehr geliebt zu werden.

Einfach mal alles so stehen lassen, wie es ist

Es ist sicherlich nicht einfach deinen Gedankenfluss zu stoppen, um inneren Abstand zu gewinnen. Aber anstatt dich selbst zu quälen, sag dir doch stattdessen: „Okay, meine Freundin ist jetzt sauer auf mich. Damit muss ich im Moment leben. Aber ich werde zum richtigen Zeitpunkt das Gespräch suchen, um ihr zu erklären, wie es zu diesem Missverständnis gekommen ist.“

Innehalten – durchatmen – raus aus der Selbstbeschuldigung!

Es ist wichtig, zwischen deinen belastenden Gedanken und deiner Selbstverurteilung einen zeitlichen Puffer aufzubauen. Das gelingt mal besser, mal schlechter, keine Frage. Aber es besteht kein Grund zur Annahme, dass du deswegen oberflächlich bist oder etwas verdrängen willst.

Denn es kommt der Zeitpunkt, an dem ehrliche Selbstreflexion leichter möglich ist als in einer aktuell angespannten Situation. Nicht umsonst sagt der Volksmund, man solle zuerst einmal über ein Problem schlafen, bevor man zu handeln beginnt.

Mit etwas zeitlichem Abstand kannst du auch neutraler erkennen, was schief gelaufen ist – und mit einem gewissen emotionalen Abstand wird auch eine ehrliche Selbstreflexion möglich, und zwar ohne nutzlose Selbstvorwürfe.

Achte auf deine Gedanken

Wenn du dir das nächste Mal denkst „Sie grüßt mich nicht, weil sie mich nicht mag“, versuch es stattdessen vielleicht einmal mit: „Sie grüßt mich nicht. Punktum!“ Steig aus deiner Bewertung aus und lass deine negativen Befürchtungen los. Das fühlt sich doch gleich viel besser an, oder?

 

Resilienz

Warum Maria Magdalena als „Prostituierte“ bezeichnet wurde

Über Maria Magdalena erzählt man sich ja die wildesten Geschichten. Einmal wird von ihr behauptet, dass sie von 7 Dämonen besessen gewesen sei, ein anderes Mal bezeichnet man sie als eine Prostituierte. Dieses Stigma begleitete sie hartnäckig über die Jahrtausende hinweg, obwohl nicht einmal in der Bibel darüber zu lesen stand.

Wie konnte es zu solch einer Behauptung kommen?

2000 Jahre nach Maria Magdalenas Leben an der Seite von Jesus und den Aposteln lassen sich natürlich keine Beweise mehr anführen, wie es zur Bezeichnung „Prostituierte“ kam. Religionswissenschaftler vermuten jedoch, dass dieser Umstand auf eine Fehlinterpretation im Lukas-Evangelium zurückzuführen ist.

Es geht dabei um eine Erzählung über die Salbung von Jesus in Bethanien „durch die Frau mit dem Alabasterkrug“. Diese Geschichte wurde vom Verfasser des Lukas-Evangeliums – allerdings erst 50 Jahre nach diesem Ereignis – niedergeschrieben. Bei dieser Frau handelte es sich um niemand geringeren als um Maria Magdalena.

Ein altes Ritual von Tempelpriesterinnen

Die Salbung eines Mannes durch eine Frau ähnelte einem bekannten Ritual, das im damaligen römischen Weltreich den heiligen Priesterinnen vorbehalten war. Sie wurden als Hierodulae bezeichnet.

Der Begriff Hierodulae wurde jedoch fälschlicherweise mit dem Wort „Prostituierte“ übersetzt, obwohl es sich bei diesen Frauen um „die heiligen Frauen des Tempels der Göttin“ handelte, die eine wichtige Rolle im Alltag der klassischen Welt spielten.

Auch Maria Magdalena zählte zu diesen Tempelpriesterinnen. Sie war also eine Hierodulae, die aufgrund einer Falschübersetzung über Jahrtausend hinweg mit dem Ruf einer Prostituierten behaftet war. Erst in der jüngeren Vergangenheit haben sich einige Wissenschaftler die Mühe gemacht, dieses „Missverständnis“ zu erforschen und aufzuklären. Reichlich spät, möchte man meinen – aber immerhin…

 

Maria Magdalena

Warum sich HOCHSENSIBLE manchmal schwer tun, neue Leute kennenzulernen

Wie fühlst du dich auf einer Party, inmitten von drängelnden Menschen und lauter Musik? Was, du gehst zu so etwas erst gar nicht hin? Du meidest Menschenansammlungen, Energien, die schwer auf dir lasten, Geschrei und sonstigen Lärm? Kann es sein, dass auch du hochsensibel bist?

70 Prozent der Hochsensiblen sind introvertiert und alles andere als Partylöwen

Einer Studie zufolge meiden 70 % der Hochsensiblen Partys oder andere gesellschaftliche Ereignisse, bei denen es räumlich etwas eng werden könnte. Denn intuitiv spüren sie die „dichten“ Energien anderer und versuchen, diesen zu entgehen.

Auch laute Partymusik, grelles Licht, das Grölen im Bierzelt oder das Wummern der Bässe tut ihnen körperlich weh. Ebenso fühlen sie sich unwohl dabei, wenn ihnen jemand persönlich zu nahe tritt und sie ausfragen möchte und damit in ihre Privatsphäre eindringt. Deshalb ziehen sie es vor, gesellschaftliche Ereignisse dieser Art großräumig zu meiden.

Vielleicht hast du auch schon erlebt, dass du

  • dich in Menschenmassen unwohl und isoliert fühlst
  • nicht gerne auf Unbekannte zugehst und ein Gespräch beginnst
  • Small-Talk anstrengender empfindest als tiefgründige Gespräche
  • lieber zuhörst als dich selber an Gesprächen beteiligst
  • dich im Kino, im Konzertsaal oder in großen Räumen in der Nähe des Ausgangs am wohlsten fühlst
  • als kreativer, künstlerischer Mensch zwar gerne auf der Bühne stehst, aber danach schnellstmöglich den Rückzug suchst
  • das Klingeln des Telefons bzw. Telefonate störend oder unangenehm empfindest
  • lieber alleine arbeitest als in einer Gruppe
  • immer wieder den Rückzug in die Natur suchst.

Wie lernst du dann neue Leute kennen?

Es ist wahrscheinlich sehr wichtig für dich als Hochsensible/r, dass du dich mit Menschen umgibst und austauschst, die tiefgründig sind und eine Sehnsucht nach echten Gefühlen haben – oder sich intellektuell niveauvoll austauschen möchten.

Vielleicht aber ist es dir zu mühsam und zu aufwändig, neue Leute kennenzulernen, weil du schon zu oft Zurückweisung oder Langeweile erfahren musstest.

Wo würdest DU dich in deiner Freizeit am liebsten aufhalten? Auf einer Kunstausstellung, einem Retreat, einem Yoga-Wochenende, auf einer Wanderung, in einem schönen Konzert, in einem interessanten Vortrag, inmitten von Menschen, denen Natur- und Umweltschutz ein Anliegen ist, auf Kraftplätzen, beim Reiten, …. genau dort wirst du neue Leute kennenlernen, die so empfinden wie du. Lass dich einfach nicht entmutigen!

 

Hochsensibilität

Warum sollte Jesus nicht mit Maria Magdalena verheiratet gewesen sein?

Gern wird darauf hingewiesen, dass nirgendwo im Neuen Testament zu lesen ist, dass Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war. Aber dem kann man genauso gut entgegenhalten, dass auch nirgendwo im Neuen Testament geschrieben steht, dass er unverheiratet war. Es ist auch in den alten Schriften nirgendwo ein Hinweis darauf zu finden, dass er einen Eid oder ein Gelübde darauf abgelegt hätte, unverheiratet zu bleiben.

Sich Jesus als einen Junggesellen vorzustellen, ist ebenso unlogisch oder geradezu undenkbar! Denn in der damaligen Zeit gab es für Männer, die – wie er – einer wichtigen Blutlinie entstammten, klare Gesetze und Bestimmungen. Diese Regeln legten fest, dass die männlichen Nachfahren zu heiraten und mindestens zwei Söhne zu zeugen hätten. Das traf auch auf Jesus aus dem Hause Davids[1] zu. Auch er war seiner Linie gegenüber zu einer Eheschließung verpflichtet.

Zu Jesus’ Zeiten galt im Judentum die Ehe als eine wichtige Erfüllung von Gottes Gebot. Deshalb hieß es auch: „Seid fruchtbar und vermehret euch.“[2] Es ist daher nur logisch, dass auch Jesus den Bund der Ehe geschlossen hat. Wäre er unverheiratet geblieben, dann hätten ihm die Pharisäer, die nicht gerade seine Freunde waren, eine schwere Unterlassung vorwerfen können. Mit allen rechtlichen Konsequenzen.

Warum wurde Maria Magdalena totgeschwiegen?

Warum wurde also Jesus’ Ehe über all die Jahrtausende hinweg verschwiegen? Warum wurde Maria Magdalena als seine Ehefrau nirgendwo erwähnt?

Wäre sie nach seiner Kreuzigung selber in Todesgefahr gewesen, hätte sie die Stellung seiner Frau öffentlich gelebt? Es ist bekannt, dass sie nach Ägypten flüchten musste und von dort nach Südfrankreich weiterzog.

Oder hat man sie in der Rolle seiner Ehefrau erst später aus den alten Schriften entfernt?

Immerhin entsprach und entspricht es einfach nicht der Sexualmoral der Kirche, dass sich Jesus – als „Sohn Gottes“ – körperlich auf eine Frau eingelassen hatte!

Die genauen Gründe werden wir wohl nie erfahren, doch die Auswirkungen sind bis heute noch fatal. Denn die Unterdrückung der Frau und der (weiblichen) Sexualität während der letzten Jahrhunderte haben bis heute eine verheerende Auswirkung auf unsere Gesellschaft. Diese Scheinmoral wird uns gerade in der heutigen Zeit so deutlich vor Augen geführt, in der so viele sexuelle Unterdrückungen und Verletzungen von Frauen ans Tageslicht kommen!

[1] siebzehn Verse im Neuen Testament bezeichnen Jesus als „Sohn Davids“, vgl. dazu auch goo.gl/8zKFdY

[2] Lukas 2:51-52

Foto: goo.gl/qdJyPx

Maria Magdalena

5 Aktivitäten, die man mit HOCHSENSIBLEN besser unterlassen sollte

Egal, ob du hochsensibel oder hochsensitiv bist, die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass du gewisse Aktivitäten einfach nicht ausstehen kannst.

Ich wusste lange Zeit nichts von meiner Hochsensibilität – und ich zähle sicher nicht zu den Hoch-Hoch-Sensiblen, aber ich verstehe heute um vieles besser als früher, warum ich bestimmte Situationen schon als Kind oder Jugendliche überhaupt nicht ausstehen konnte.

Warum? Keine Sorge, ich bin sicherlich nicht hysterisch, aber es gibt gewisse Geräusche, Energien und Stimmungen, bei denen ich einfach nur reißaus nehmen will. Diese wären:

  1. Smalltalk und andere sinnentleerte Gespräche

Ich erinnere mich noch an die Zeit, in der ich meinte, aus gesellschaftlichen Gründen „Smalltalk führen“ zu müssen. Um darin wirklich gut zu werden, kaufte ich mir sogar ein entsprechendes Übungsbuch. Vergebens! In der Zwischenzeit gehe ich einfach nicht mehr auf Events, bei denen Bla-bla-bla-Gespräche an der Tagesordnung sind.

  1. Krimis, Grusel- und Horrorfilme

Es ist wirklich der blanke Horror für mich, Krimis, Grusel- und Horrorfilme anzusehen – ich kann es einfach nicht. Dabei geht es gar nicht so sehr um Angst, als vielmehr um die Energien, die von diesen Filmen ausgehen. Ich kann sie förmlich spüren, körperlich, wie eine dunkle, zähe, unangenehme Energiemasse. Diese negativen Energien machen sicherlich auch vor Hartgesottenen nicht Halt, auch wenn sie es nicht wahrnehmen.

  1. Unangenehme Geräusche

Neben mir einen Apfel geräuschvoll essen, einen Kaugummi schmatzend kauen oder ein Bonbon laut lutschen… das geht gar nicht. Da muss ich aufstehen und den Raum verlassen, denn gewisse Geräusche tun mir physisch weh. Für andere Hochsensible ist (selbst eine dezente) Parfümwolke, Kugelschreiber-Klicken oder ein kratzender Pullover der blanke Horror. Tja, so verschieden sind wir eben.

  1. Überlaufende Open-Air-Konzerte

Oh mein Gott! Für mich der Albtraum schlechthin. Nicht einmal als Teenager brachten mich zehn Pferde auf Veranstaltungen dieser Art, da blieb ich in den Augen meiner Freunde lieber uncool. Das Gedränge, Geschiebe, Geschrei, Gebrüll – der Geruch, der Lärm und sonstiges, das ich lieber gar nicht erwähnen möchte. Erst als meine Kinder Teenager waren, begleitete ich sei einmal auf ein Open-Air-Konzert und musste erkennen, dass mich mein Instinkt schon in meiner Jugend nicht getrügt hatte.

  1. Kopfmassagen

Lange war es mir unangenehm, doch seit einiger Zeit sage ich schon beim Haarewaschen vorbeugend zu meinem Friseur: „Und bitte wieder keine Kopfmassage!“ Das, was meine Freundinnen sehr genießen, was sie beinahe zum Schnurren bringt, kann ich überhaupt nicht ausstehen: Auf meinem Kopf herumwühlen und mit mehr oder weniger Druck meine Kopfhaut massieren. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich fremde Menschen samt ihren Energien nicht in mein Kronen-Chakra spüren möchte, doch egal, was es ist: Kopfmassagen sind ein für allemal tabu!

Na, hast du dich in der einen oder anderen Darstellung wiedergefunden? Vielleicht in anderen Varianten? Willkommen im Club! Ich habe gelernt, zu meiner hochsensiblen Eigenheiten zu stehen, denn lieber lasse ich mich als Mimose bezeichnen als mich einmal wider besseren Wissens unwohl zu fühlen!

 

 

Hochsensibilität