Keine Angst, du kommst wieder auf die Beine!

„Seid gegrüßt, ich bin die Aufgestiegene Meisterin Martha! Euer menschliches Leben gestaltet sich manchmal sehr mühsam und schwer. Nicht selten habt ihr das Gefühl, in einer Sackgasse festzustecken. Glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche! Als menschliches Wesen habe ich zahlreiche Leben durchlaufen und wurde genauso wie ihr mit Situationen konfrontiert, die mich ängstlich, resignativ, wütend, traurig oder verzweifelt machten.

Ihr habt vielleicht von meiner Inkarnation als Martha an der Seite von Maria Magdalena gehört, aber das war nicht meine einzige. In vielen Leben durfte ich eine starke Kämpfernatur entwickeln, und gleichzeitig sanft und liebevoll sein. Ich habe viele Gruppen angeführt und musste lernen, Mut und Zuversicht zu entwickeln.

Nun: Wer mit dem Blick nach unten am Boden liegt, der hat es schwer sich aufzurichten. Deshalb versucht in herausfordernden Situationen zumindest euren Blick zu heben um eure Sichtweise zu verändern.

Denn alles, was ihr wahrnehmt, sind nur einzelne Aspekte eures Lebens, die ein sehr subjektives und begrenztes Bild davon geben, wie euer Leben wirklich ist. Deshalb bitte ich euch: Fixiert euch nicht auf die Schwierigkeiten, die euch begegnen, sondern versucht, das Große, Ganze zu erkennen.

Richtet euren Blick auch nicht zurück in die Vergangenheit, die ihr nicht mehr ändern könnt, und auch nicht allzu weit in die Zukunft, die noch auf sich warten lässt. Versucht vielmehr euren Fokus im Hier und Jetzt auf herausfordernde Situationen zu lenken, eure Kräfte zu bündeln und euch nicht im Außen zu verlieren. Bleibt in eurer Kraft und verschwendet eure Energien nicht an Unaufmerksamkeiten, an Ausflüchte oder an eure Bequemlichkeit.

Vor euch liegt eine intensive Zeit, die ihr allerdings aktiv mitgestalten könnt und die euch eine Fülle an neuen Möglichkeiten bietet. Schaut nach vorne und geht mutig und unerschrocken weiter. Denn ihr seid niemals alleine. Ich bin in Liebe an eurer Seite! Ich bin Martha!“

Botschaften

Was es mit der Auferweckung von LAZARUS auf sich hat

Wer ist eigentlich dieser Lazarus, den den meisten von uns aus der Bibel kennen? Dort wird er als der Bruder von Maria Magdalena und von Martha bezeichnet, doch sein eigentlicher Name soll Simon Zelot gewesen sein. Er war vermutlich auch nicht der biologische Bruder der beiden Frauen, sondern nur ihr konfessioneller. Diese Erkenntnisse ergaben wissenschaftliche Studien der Qumran-Rollen.[1]

Die Bibel ist voll von Gleichnissen und Parabeln und deshalb ist es nicht immer einfach, ihre bildhafte Sprache zu entschlüsseln. So steht beispielsweise in der Heiligen Schrift geschrieben, dass Lazarus tot war und von Jesus zum Leben wiedererweckt wurde.

In den Schriftrollen aus Qumran ist jedoch zu lesen, dass Lazarus ein spiritueller Lehrer und Therapeut innerhalb der Essenergemeinschaft war, der auch Maria Magdalena und Martha angehörten. Eines Tages wurde er aber exkommuniziert und damit aus seiner Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen. Lazarus’ „Auferweckung“ bestand nun darin, dass seine ursprüngliche Verbannung wieder rückgängig gemacht wurde. Denn niemand Geringerer als Jesus hatte sich für ihn eingesetzt. Dadurch wurde Lazarus rehabilitiert und wieder in die Gemeinschaft der Essener eingegliedert.

Das, was man in der Bibel als den physischen Tod von Lazarus beschreibt, war sehr wahrscheinlich ein „spiritueller Tod auf Anordnung“, also eine Amtsenthebung und ein Ausschluss aus der religiösen Gemeinschaft. Als diese durch Jesus Einfluss wieder rückgängig gemacht wurden und Lazarus ein neues Leben inmitten der Essener begann, entstand die Geschichte von seiner Auferstehung.

[1] vgl. dazu Elisabeth Thiering, Jesus von Qumran

Maria Magdalena

Maria Magdalena, Martha, Sara-la-Kâli und ihre Weggefährtinnen

Der heutige Ausflug nach Saintes-Maries-de-la-Mer zählte zweifellos zu einem besonderen Highlight unserer Spirituellen Reise. Denn an diesem Ort – so berichtet eine Legende  – gingen einst Maria Magdalena und ihre Weggefährtinnen an Land. Und in Tarascon lebte vor rund 2.000 Jahren Martha, die Schwester von Maria Magdalena. Mehr darüber kannst du unterhalb der Fotos nachlesen.

Namentlich erwähnt werden in erster Linie Maria Jakobäa und Maria Salome, die auch angeblich bei der Kreuzigung von Jesus seiner Mutter Maria und Maria Magdalena beistanden. Die beiden Frauen gehörten auch zu jenen Personen, die gemeinsam mit Maria Magdalena das leere Grab von Jesus vorfanden (die Evangelisten, die darüber berichteten, sind sich allerdings nicht ganz einig, wer wirklich dabei war …). Ihre (angeblichen) Reliquien fand man 1448 bei Grabungsarbeiten.

In der Kirche sahen wir Maria Jakobäa und Maria Salome in einem kleinen Boot dargestellt sowie ihren Schrein hoch über dem Altar, der alljährlich in einer Prozession zum Meer und wieder zurück getragen wird. Auch die vielen Votivbilder und Devotionalien, Zeichen des Dankes für die wunderbaren Heilungen oder Hilfestellungen, die durch Mitwirkung der Heiligen Marien erfolgten, sind sehr beeindruckend.

In der Krypta, über die wir einige Stufen hinunterstiegen, wird Sara-la-Kâli verehrt. Wer ist diese geheimnisvolle Frau, die sowohl Schwarze Sara als auch Sarah die Ägypterin genannt wird? War sie die Zofe oder Dienerin Maria Magdalenas, als die sie in der Literatur so oft beschrieben wird? Handelt es sich um dieselbe Person wie Maria Magdalenas Tochter Sarah Tamar, die mit ihrer Mutter aus Ägypten kam? Örtliche Legenden beschrieben die Sarah im Gefolge Maria Magdalenas als „jung“, sie dürfte vielleicht sogar noch ein Kind gewesen sein, als sie in der Provence eintraf. Der Name Sarah bedeutet auf Hebräisch „Königin“ oder „Prinzessin“, was wiederum auf die Tochter Maria Magdalenas hinweisen könnte.

Zuvor waren wir in Tarascon, dessen Kirche eine einzige große Gedächtnisstätte für Martha ist. Sie war die Schwester von Maria Magdalena und von Lazarus. Wie bereits erwähnt, gibt es in der Literatur einige Hinweise darauf, dass es sich auch bei Martha nicht um eine leibliche, sondern nur um die „konfessionelle Schwester“ von Maria Magdalena und Lazarus handelte. Das heißt, dass die drei derselben Glaubensgemeinschaft angehörten und als PriesterInnen und HeilerInnen tätig waren. Martha begleitete Maria Magdalena und deren Gefährten nach Südfrankreich und tötete der Legende nach ein Ungeheuer namens Tarasque, das zuvor großen Schaden in der Bevölkerung angerichtet hatte.

Deshalb wird Martha auf zahlreichen Bildern mit einem Drachen abgebildet. Es ist davon auszugehen, dass dieses Ungeheuer nur Sinnbildcharakter hat. Dennoch dürfte Martha eine starke Frau und eine wichtige Stütze im Leben „ihrer Geschwister“ gewesen sein.

In der Kirche von Tarascon sahen wir zahlreiche Darstellungen von Martha, aber auch von Maria Magdalena und von Lazarus (dem ersten Bischof von Marseille) sowie von ihrem und Maria Magdalenas Reisegefährten Maximinus, der Bischof von Aix-en-Provence gewesen war. Dort, wo sich heute die Krypta befindet, stand der Legende nach das Haus von Martha. Darüber wurde auch die erste kleine Kirche errichtet, bevor einige Jahrhunderte später der heutige Sakralbau errichtet wurde.

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