Eine Seele betritt die Erde. Erfahrungsbericht einer spirituellen Hebamme.

Jede natürliche Geburt ist ein elementares und einschneidendes Erlebnis für die Gebärende. Die in Irland frei praktizierende Hebamme Madelaine Göhrs berichtet, wie sie meine „himmlischen Werkzeuge“ in ihrem Berufsalltag auf wunderbare Art und Weise zum Einsatz bringt:

„Ich lebe in Irland und bin hier als Hausgeburtshebamme unterwegs. Vorsorge, Hausgeburt, Nachsorge – das ist mein Alltag. Niemals verlasse ich das Haus ohne meine geliebten und geschätzten Ingrid Auer Engel-Aura-Sprays „Schutzengel“, „Energetische Reinigung“, „Engelmeditation“ und „Norael“. Ein paar mehr habe ich auch, jedoch führe ich diese nicht immer in meiner Hebammentasche mit mir. Außerdem habe ich stets die Engelsymbol-Herzkarten im Auto.

Nun hatte ich hier mit einer Klientin zu tun, mit der ich einfach nicht richtig „warm“ werden konnte. Nach zwei traumatischen Krankenhausgeburten – davon einmal ein Notkaiserschnitt – war ihr Vertrauen in Hebammen, Ärzte und sonstiges medizinisches Fachpersonal auf ein Minimum beschränkt… Dies belastete mich sehr, da für eine bevorstehende Hausgeburt das nötige Vertrauen beiderseits vorhanden sein muss. Ich hatte während der Vorsorge ungefähr vier Wochen Zeit mit ihr zu arbeiten, bevor die Geburt anstand.

Jeden Abend bevor ich am darauffolgenden Tag zu ihr fuhr, legte ich einen Schutzkreis aus den Engelsymbol-Herzkarten und meditierte. Ich bat die Engel um Beistand für diese Klientin, die bevorstehende Geburt, das Baby und für mich. Bereits im Auto auf dem Weg zu ihr sprühte ich stets den Aura-Spray „Schutzengel“, wie ich es meistens zu tun pflege, wenn ich eine Klientin besuche (manchmal ist auch die „energetische Abgrenzung“ erforderlich). Diese Klientin wohnt zwei Stunden von mir entfernt, viel Zeit zum Nachdenken und um die Hilfe der Engel zu spüren.

In demselben Ort wie die Klientin wohnt eine mir sehr lieb gewordene Freundin, die ich vor einiger Zeit entbunden habe. Die bisher einzige Person hier in Irland, mit der ich mich über die heilenden Kräfte der Engel unterhalten kann, da sie versteht und genauso fühlt wie ich. Mit dieser Freundin habe ich mich häufig über meine Sorgen um das schwierige Verhältnis mit meiner Klientin unterhalten, da ich mich ständig gefragt habe, was ich besser machen kann, um mehr Zugang und Vertrauen zu dieser Klientin zu bekommen.

An einem frühen Morgen rief die Klientin mich an und bat mich zu kommen, da sie meinte, ihre Wehen hätten eingesetzt. Umgeben diesmal von der „Engelmeditation“ machte ich mich auf den Weg. Bei ihr angekommen konnte ich ihr nach den üblichen Untersuchungen glücklich bestätigen, dass sie definitiv bald entbinden würde. Ich glaubte daher meinen Ohren nicht zu trauen, als sie mich aufforderte, wieder zu fahren! Ich könnte ja in der Nähe bleiben, sie würde mich anrufen, wenn sie mich brauche… Generell ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, wenn eine werdende Mutter noch ein wenig alleine ohne Betreuung sein möchte. Dieser Fall war jedoch anders! Ich hatte plötzlich große Sorge, dass diese Frau eine Geburt alleine plant und mich nur im Notfall rufen wollte. Da sie einen Kaiserschnitt in der Vergangenheit hatte, bedarf es hier besonderer medizinischer Überwachung.

Völlig aufgelöst und gefühlt „wie von allen Engeln verlassen“, fuhr ich voller Sorge zu meiner Freundin ein paar Kilometer weiter. Ich weinte, erzählte ihr meine Sorge um diese Klientin und hoffte auf seelischen Beistand und moralische Hilfe. Natürlich versuchte sie mich zu trösten, fand aber leider nicht die Worte, die ich vielleicht gebraucht hätte. Auch sie selbst hatte traumatische Geburtserlebnisse vor ihrer Hausgeburt, und so war sie mehr auf der Seite der werdenden Mutter. Zu dem Zeitpunkt war ich für ihre Sichtweise nicht mehr empfänglich, und so kam es, dass ich völlig enttäuscht von meiner Freundin und mit nicht wirklich freundlichen Worten aufbrach, als mich meine Klientin nach nur 20 Minuten per Textnachricht bat, schnell zu ihr zu kommen.

Meine Freundin rannte noch beschwichtigend hinter mir her und wollte mich nicht in so einem Zustand und mit Unstimmigkeiten zwischen uns losfahren lassen, aber dafür hatte ich in dem Moment keinen Nerv mehr. Auch auf die Textnachricht, dass sie mich lieb habe, für mich einen Engelkreis legen wolle und dergleichen, konnte ich nichts Positives mehr abgewinnen…

Auf dem Weg zur werdenden Mutter hüllte ich mich erneut in die wundervolle Aura-Essenz „Engelmeditation“, bat um Beistand und versuchte die vergangenen Minuten auszublenden und wieder eine professionelle Hebamme zu sein.

So erschien ich zur anstehenden Hausgeburt. Meine Klientin wirkte irgendwie weicher als sonst. Zum ersten Mal fühlte ich ein wenig Vertrauen ihrerseits! Ich sprühte die Aura-Essenz „Schutzengel“ über den Geburtspool, in dem sie wenig später ein gesundes Mädchen zur Welt brachte.

Für gewöhnlich schicke ich umgehend nach einer Geburt ein aufrichtiges „Dankeschön“ den Engeln. Diesmal bin ich einen Schritt weiter gegangen. Als Mutter und Tochter versorgt waren, ging ich nochmal zum Auto, um etwas zu holen. Ich rief laut von ganzem Herzen „Danke“ in den Himmel und fühlte mich dankbar, erleichtert und wunderbar.

Natürlich machte mir der unschöne Disput zwischen mir und meiner Freundin zu schaffen, ich wusste es zu dem Zeitpunkt aber noch zu verdrängen.

Als ich die Familie wohlversorgt im Bett wusste, sagte meine Klientin zu mir “ Ich weiß nicht, was genau es war, Madelaine. Ich glaube nicht an Übersinnliches oder Göttliches oder dergleichen. Aber diese Geburt war göttlich! Seitdem du in unser Leben getreten bist, hatte ich das Gefühl, da sind Engel im Spiel! Ich habe versucht, das nicht ernst zu nehmen, aber ich habe heute, als du zu uns gekommen bist, genau gespürt, dass es dir nicht gut ging, dass du Kummer hast, und trotzdem habe ich gefühlt, es wird alles gut. Da MÜSSEN Engel im Spiel gewesen sein! Danke dafür!“. Worte, die mich wahnsinnig berührt und mitten ins Herz getroffen haben!

Als ich dann zu meinem Handy griff, um mich schnellstmöglich mit meiner Freundin auszusöhnen, kam diese mir schon zuvor! Sie schrieb, sie bat die Engel um Unterstützung indem sie meditierte und betete. … Was soll ich dem noch hinzufügen? Danke, ihr Engel!

 

Wissenswertes

Warum mir Frauen so am Herzen liegen

Ich erinnere mich immer wieder gerne an die Zeit zurück, als ich vor mehr als 20 Jahren meine erste kinesiologische Praxis (später waren es dann zwei) führte. Zu dieser Zeit bot auch ein Astrologe seine Dienste in meinen Räumlichkeiten an, der leider viel zu früh verstarb.

Als er zum ersten Mal einen Blick auf mein Horoskop warf, sagte er: „In diesem Leben wirst du noch mit vielen Frauen arbeiten.“ Ich überlegte kurz, ob das wirklich stimmen könnte, was er da sagte. Doch Walter hatte Recht! 95 Prozent meiner KlientInnen waren bereits in den 1990er-Jahren Frauen.

Spirituelle Werkzeuge für Frauen

Eine geraume Zeit später, als ich das Buch über die Engel-Kombi-Symbole schrieb, fiel mir auf, dass von den ca. 500 Symbolen, die im Buchset vorkommen, ungewöhnlich viele für Frauen und Kinder dabei sind. Das war nicht vorausgeplant, sondern es hat sich einfach so ergeben. Meine Seele hat mich wahrscheinlich genau dorthin geführt. Und natürlich auch meine himmlischen Begleiter. Auch mein Buch über spirituelle Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung, meine Kinderbücher sowie meine Schwangerschafts-CD, die ein wichtiger Teil meiner Arbeit als Autorin sind, habe ich den Frauen gewidmet.

Im nächsten Leben werde ich Hebamme

Als ich vor langer Zeit selbst Mutter wurde und zum ersten Mal einen persönlichen Bezug zu einer Hebamme entwickelte, wunderte ich mich, warum ich eigentlich nie auf die Idee gekommen war, diesen wunderschönen Beruf zu ergreifen. Doch in meiner Familie gab es damals niemanden, der im sozialen oder medizinischen Bereich tätig war und von dem ein Impuls in diese Richtung hätte kommen können. Deshalb dachte ich mir damals: „Aber im nächsten Leben werde ich Hebamme!“

Am Heiligen Abend im Kreißsaal

Vor 10 Jahren hatte ich den tiefen Wunsch, eine unbekannte und alleinstehende Frau am Heiligen Abend während ihrer Geburt zu begleiten. Doch man kann nicht einfach in irgendeine Klinik gehen, in der Geburtsabteilung anklopfen und sagen: „Hej, ich möchte heute bei einer Geburt dabei sein.“ Wie ihr aber sicher wisst, ist es mit aufrichtigen Herzenswünschen meistens so, dass sie tatsächlich in Erfüllung gehen. Über eine Freundin wurde mir vom Chefarzt eines großen Wiener Krankenhauses der Zugang zur Geburtenabteilung gewährt und ich durfte gleich zwei Frauen während ihrer Entbindung begleiten. Ich war an ihrer Seite, ohne irgendwelche Fachkenntnisse, einfach nur als Frau. Das war eines der schönsten und berührendsten Weihnachten meines Lebens.

Tief ins kollektive Weibliche eintauchen

Jetzt, wo ich gerade dabei bin, mich auf meinen neuen Frauen-Blog vorzubereiten (der am 15. August 2016 online gehen wird) und mich intensiv mit der weiblichen Seele beschäftige, wird mir zum ersten Mal so richtig bewusst, wie sehr mein Herz für Frauen schlägt. Ich bin begeistert und fasziniert davon, in unser weibliches Kollektiv einzutauchen und uns Frauen unsere tiefe Weisheit, unsere natürliche Kraft und unsere angeborene Intuition, aber auch unsere zahlreichen emotionalen und physischen Verletzungen, noch mehr als bisher bewusst zu machen.

Ich sehe es als eine wunderschöne Aufgabe, Bewusstes und Unbewusstes aus der Tiefe unserer weiblichen Seele heraufzuholen und vor uns auszubreiten, um zu erkennen und zu verstehen, wer wir Frauen wirklich sind, welche Bedürfnisse wir haben, was wir loslassen und vergeben dürfen, um vollkommen heil zu werden. Ich möchte auch einen ganzheitlich-spirituellen Zugang zum weiblichen Körper aufzeigen und vielen Frauen damit die Möglichkeit anbieten, seine Botschaften und Signale zu entschlüsseln und noch besser zu verstehen.

Balance zwischen Männlich und Weiblich

Nach vielen Jahrhunderten, wenn nicht sogar Jahrtausenden, wird die Stimme der „Inneren Frau“ endlich wieder bewusst wahrgenommen. Und unsere Welt wird dadurch wieder ein Stückchen weiblicher, heiler und „runder“. Und das ist gut so. Denn erst wenn die Balance zwischen Weiblich und Männlich, zwischen Yin und Yang, wiederhergestellt ist, kann es Frieden auf Erden geben.

Wir arbeiten daran…!

 

Gedankensplitter