DAS 1. WEIBLICHE CHAKRA ODER: WENN DEINE PATIENTIN ODER KLIENTIN PROBLEME IN DEN UNTEREN KÖRPERREGIONEN HAT

Weibliche Chakren – gibt es so etwas überhaupt? Vielleicht war das dein erster Gedanke, als du die Überschrift dieses Artikels gelesen hast. Du weißt natürlich, dass es Energiezentren im Körper gibt, die eng mit unseren Prägungen und Erfahrungen zusammenhängen. Das betrifft natürlich alle Menschen, egal ob männlich oder weiblich. Doch als Frau interessiert mich ganz besonders, was Chakrenblockaden mit uns Frauen macht. Was ist typisch? Wo kann man ein Muster erkennen?  Wie kann man darauf eingehen bzw. es aufarbeiten?

Die bekannte amerikanische Frauenärztin Dr. Christiane Northrup schreibt dazu in ihrem Buch[1]: „Die meisten Blockierungen sind emotionaler Natur. Man kann sich das Energiesystem wie einen Fluss vorstellen. … Der Abfall schwimmt so lange mit dem Fluss, bis er auf ein Hindernis, etwa einen umgestürzten Baum oder ähnliches trifft und sich darin sammelt. Mit der Zeit können solche Sammelstellen im Energiefluss des Körpers zu physischen Beschwerden kommen.“

WAS SIPPENZWANG MIT DEM ERSTEN WEIBLICHEN CHAKRA ZU TUN HAT

Sobald ein kleiner Krebs, der mit anderen Krebsen in einem Eimer festgehalten wird, über den Rand des Behälters kriechen möchte, um zu fliehen, ziehen ihn die anderen Krebse immer wieder zurück.

Was hat das nun mit uns Frauen zu tun und im Speziellen mit unserem ersten Chakraalso dem Energiezentrum am Ende unseres Steißbeins, über das wir Erdenergien[2] aufnehmen? Nun, das erste (weibliche) Chakra hängt ganz eng mit unserem Sippenbewusstsein zusammen.

Dabei stehen nicht die Liebe, die Fürsorge oder die Zärtlichkeit an erster Stelle, sondern die Loyalität. Die Sippe konzentriert sich nicht auf ein individuelles Bedürfnis, sondern auf die Bewahrung und das Überleben des Kollektivs und der Familie. Selbst wenn die Sippe von Liebe und Zusammenhalt spricht, dann meint sie in Wirklichkeit die verpflichtende Sippenbildung, die nichts mit Zuneigung oder Liebe zu tun hat.

VIELE FRAUEN HABEN SCHON SÄTZE GEHÖRT ODER GELESEN,

die so oder so ähnlich lauten:

  • „Du liebst mich nicht wirklich, denn sonst würdest du die Familie und mich öfter besuchen.“
  • „Wenn du mich wirklich lieben würdest, dann hättest du sicherlich keine Probleme mit meinen Eltern.“
  • „Die Familie muss zusammenhalten und deshalb wirst auch du meine kranke Mutter pflegen.“
  • „Du kannst doch nicht wegfahren und uns ein paar Tage einfach alleine lassen.“
  • „Das entscheidest nicht du, sondern wir alle gemeinsam.“
  • „Du kannst dich doch nicht mit diesen Frauen treffen! Wer weiß, wie die dich beeinflussen.“
  • „Selbstbewusste Frauen sind egoistisch.“
  • „Solange du in meinem Haus wohnst, wirst du das tun, was ich dir sage.“
  • „Du kannst doch keine Therapie machen, sonst lässt du dich womöglich auch noch scheiden.“

Gehen wir noch einmal zurück zu den Krebsen. Wenn einer von ihnen den Eimer verlassen möchte, dann reagieren die anderen genauso wie die Sippe auf eine Frau, die sich von den zu engen Familienmustern befreien möchte. Auch hier versuchen in der Regel die Familienmitglieder – zumindest anfänglich -, ihre Bemühungen zu sabotieren.

WAS HAT DAS NUN MIT DEM ERSTEN WEIBLICHEN CHAKRA ZU TUN?

Unser erstes Chakra wird von der Erziehung in den ersten Lebensjahren beeinflusst, also beispielsweise von unserer Familie, von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse, von der Religion, vom sozialen Status, in dem wir aufwachsen, sowie von allen Prägungen unserer Sippe, wie sie von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Das hat jetzt weniger mit Vererbung als mit dem kollektiven morphologischen Bewusstseinsfeld zu tun, in dem sich unsere Herkunftsfamilie befindet und in dem die Grundsätze unserer Sippe abgespeichert sind.

Die meisten Familien haben nicht die Absicht, ihre Mitglieder bewusst einzuschränken oder zu verletzen, sondern sie geben einfach ihre „Erkenntnisse“ weiter, die sie für die alleinige Wahrheit halten. Auch wenn es um schmerzhafte oder einengende Strukturen geht, sind sie meist nicht bereit, sie kritisch zu überdenken oder loszulassen. „Das haben wir immer schon so gemacht …“ Wer von uns Frauen kennt diesen Satz nicht?

Dieses Sippenbewusstsein oder diese Sippenverdrängung kann sogar so weit gehen, dass Mütter oder Familien den Töchtern nicht glauben, wenn sie sexuell belästigt oder vergewaltigt wurden oder inzestuöse Handlungen über sich ergehen lassen mussten. Wie oft kommt es vor, dass man dem Täter eher Unschuld zugesteht, als dass man der betroffenen Frau Glauben schenkt. Und das nicht nur in frauenfeindlichen Kulturen.

TYPISCHE THEMEN, DIE DAS ERSTE WEIBLICHE CHAKRA BETREFFEN …

… sind gleichzeitig auch die Grundlage für typisch weibliche Krankheitsbilder:

  • Übernommene Probleme aus der Ahnenreihe oder Sippe
  • Unbearbeitete Probleme mit den Eltern
  • Inzest (betrifft auch das zweite Chakra)
  • Misshandlungen oder Vernachlässigung in der Kindheit
  • Einengende Glaubenssätze, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden (z. B. Du bist ein dummes/böses/nichtsnutziges Mädchen; du musst dich für dein Geschlecht und deinen Körper schämen; du bist ein Mädchen und brauchst kein Studium; Frauen müssen der Familie/den Männern dienen; Männer kommen immer zuerst etc.)

UNGLEICHGEWICHTE IM ERSTEN WEIBLICHEN CHAKRA

Die folgende Aufstellung (nach C.N. Shealy und C.M. Myss, The Creation of Health, 1983) zeigt, welche Störungen aufgrund eines über einen langen Zeitraum hindurch geschwächten weiblichen Chakras auftreten können:

Organe

  • Physische Stütze des Körpers
  • Hüftgelenke
  • Kreuzbein

Mentale und seelische Bereiche

  • Sicherheit und Geborgenheit in der Welt;
  • Unfähigkeit, für die Befriedigung der Grundbedürfnisse zu sorgen
  • Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit
  • Sehnsucht nach einem Zuhause
  • Keine Unterstützung durch andere

Mögliche physische Störungen 

  • Chronische Schmerzen im unteren Rücken
  • Ischias
  • Krampfadern
  • Tumore/Krebs im Mastdarm

WIE KANNST DU DAS ERSTE WEIBLICHE CHAKRA IN BALANCE BRINGEN?

Dafür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise:

  • auf der energetischen Ebene durch Körperübungen oder Yoga
  • mit Hilfe von Körper-Energie-Arbeit
  • mit Hilfe von Meditationen
  • auf der seelischen Ebene durch Gesprächstherapie, Familienstellen, Kinesiologie, astrologische Beratungen etc.
  • auf der mentalen Ebene durch positives Denken, Mentaltraining etc.
  • auf der spirituellen Ebene durch Transformation karmischer Blockaden, alter Eide oder Schwüre mit Hilfe von spirituellen Hilfsmitteln

 

 

 

[1] Northrup, Cr. med. Christiane. Frauenkörper – Frauenweisheit.  München 2000, S. 91

[2] Der japanische Wissenschaftler Michio Kushi (1926-2014), eine Kapazität auf dem Gebiet der Makrobiotik und der Energetik, wies darauf hin, dass die Zentripetalkraft der Erde durch die Füße in den Körper aufwärts steigt.

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DRITTES CHAKRA – SOLARPLEXUS – SONNENGEFLECHT – MANIPŪRA

Das dritte Chakra, auch Solarplexus genannt, befindet sich oberhalb des Nabels zwischen den auslaufenden Rippenbögen. Es öffnet sich nach vorne und nach hinten und zieht kosmische Energie und Sonnenenergie (lat. sol = Sonne, solar = die Sonne betreffend) ein. Dieses Chakra dreht sich noch etwas schneller und leichter als die ersten beiden Chakren und zieht durch mehr „Blütenblätter“ auch mehr Lebensenergie an.

Durch das dritte Chakra ist der Mensch über die Sonne mit der Erde verbunden. Dies stellt eine weitere Verankerung des Menschen auf dem Planeten Erde dar. Der Mensch strahlt über dieses Chakra nach außen auf seine Umwelt aus, setzt sich mit ihr über das Solarplexus-Chakra in Verbindung und tauscht sich aus.

Das dritte Chakra ist stark mit der emotionalen Ebene des Menschen verbunden. Ist das Chakra gefestigt und stark, akzeptiert er seine Emotionen so wie sie sind.

Gleichzeitig ist dieses Chakra Speicherplatz vieler Emotionen und Ängste aus früheren Leben. Diese alten, eingespeicherten Verhaltensmuster sind oft tief verwurzelt und führen gleichsam ihr Eigenleben. Hat man diese erkannt und löst sie auf, fühlt man sich emotional freier und wird von seinen Emotionen nicht mehr manipuliert und gesteuert.

Das vordere Solarplexus-Chakra steht in Zusammenhang mit tiefer innerer Freude und dem Gefühl der Einzigartigkeit unseres Seins. Das hintere Chakra steht in Verbindung mit dem Willen zur körperlichen Gesundheit. Es ist auch mit der Fähigkeit spirituell zu heilen verbunden.

Eine ausgeglichene Energie im Solarplexus kann folgende Charaktereigenschaften fördern: Selbstbewusst, fröhlich, extrovertiert, kann sich und seine Fähigkeiten gut einschätzen, ist aufgeschlossen, interessiert, liebt Sport, kennt seine Kraft und Macht, ohne sie zu missbrauchen, kann emotionale Wärme geben

Mögliche Eigenschaften bei Überenergie im Solarplexus: Bewertend, verurteilend, perfektionistisch, fordernd, kann sich Autoritäten nicht unterordnen, Hang zu Süchten und Abhängigkeiten, machtgierig

Mögliche Eigenschaften bei Unterenergie im Solarplexus: Unsicher, schüchtern, scheu, ängstlich, übersensibel, ärgerlich, unausgeglichen, unterdrückt Gefühle, lebt ständig in Schuldgefühlen, eifersüchtig, misstrauisch

 

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ZWEITES CHAKRA – SEXUALCHAKRA – SAKRALCHAKRA – MILZCHAKRA – SVĀDHISTHĀNA

Das zweite Chakra, auch Sexual-, Sakral- oder Milzchakra genannt, sitzt zwischen den Hüftknochen im Unterbauch und öffnet sich nach vorne und nach hinten. Dieses Chakrenpaar dreht sich schon etwas schneller und leichter als das erste Chakra und enthält auch mehr Energiewirbel oder „Blütenblätter“. Es ist schneller Veränderungen unterworfen als das Basischakra und steht in enger Verbindung mit dem Herzchakra. Fehlt diese Verbindung, kann dies zu Perversionen im Sexualleben führen.

Das Sakral-Chakra, das nach vorne geöffnet ist, steht in Zusammenhang mit der Qualität einer Sexualenergie eines Menschen, das nach hinten geöffnete Sakral-Chakra mit der Quantität dieser Energie. Beide zusammen unterstützen die Lebenskraft und den Trieb einer sexuellen Vereinigung. Diese Sexualenergie durchbricht mögliche selbstauferlegte Grenzen zwischen zwei Menschen und zieht sie zueinander hin. Ein Orgasmus entlädt dieses Chakrenpaar und die dabei entstandene Energie revitalisiert und reinigt den Körper von „Energieverstopfungen“ und tiefsitzenden Spannungen.

Das zweite Chakra ist auch der Sitz des „Göttlichen Kreierens“, der Fähigkeit, über den Lichtkörper zu kreieren (mehr im Buch „Die Symbole der Meister und der Erzengel“ von Ingrid Auer).

Eine ausgeglichene Energie im Sexualchakra kann folgende Charaktereigenschaften fördern: Gutes Selbstbewusstsein, Selbstliebe und Selbstachtung, zugänglich, umsichtig, freundlich, um andere liebevoll besorgt, kreativ, kann Wünsche und Gefühle gut erkennen

Mögliche Eigenschaften bei Überenergie im Sexualchakra: Aufbrausend, aggressiv, manipulativ, egoistisch, egozentrisch, sexsüchtig, Sexualpartner sind Sexobjekte

Mögliche Eigenschaften bei Unterenergie im Sexualchakra: Unsicher, schüchtern, scheu, ängstlich, übersensibel, ärgerlich, unausgeglichen, unterdrückt Gefühle, lebt ständig in Schuldgefühlen, klammert, frigide, impotent, kann nicht schwanger werden, ist Sexualopfer

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