Vielen von uns, die sich mit Spiritualität auseinandersetzen, ist das Wort Transformationsprozess nicht fremd. Wir haben ein Gefühl dafür entwickelt, was man unter diesem weltweit zu beobachtenden Veränderungsprozess verstehen kann, der seit einigen Jahren immer mehr an Fahrt aufnimmt und alle Lebensbereiche erfasst.

Doch wie erklärt man diese spannende Zeitepoche, die sich nur alle 26.000 Jahre wiederholt, seinen Patienten und Klienten? Viele Seelen sind ja absichtlich in der jetzigen Zeit inkarniert, weil sie an diesem „Mega-Prozess“ bewusst mitwirken wollten. Dennoch kommen viele von ihnen im täglichen Leben mit den Begleitumständen des Transformationsprozesses nicht zurecht, weil sie den tieferen Sinn dahinter noch ganz nicht erfasst haben.

Für mich gilt bis heute die Parabel, die Tashira Tachi-ren[1] von Erzengel Ariel im Jahr 1990 auf medialem Weg erhalten hat, als eine der besten Erklärungen. Sie zeigt bildhaft auf, worum es im Transformationsprozess wirklich geht:

Stell dir ein kugelrundes, versiegeltes Aquarium vor, das in einem anderen, viel größeren Aquarium steht. Die Fische im großen Aquarium können in die Kugel schauen, doch die Fische in der Kugel nicht nach außen. Die Glaskugel ist ihre einzige Realität. Das große Aquarium ist mit Salzwasser gefüllt, in dem viele wunderschöne Arten von Anemonen, Krabben und Fischen leben. Die versiegelte Kugel dagegen ist mit Süßwasser gefüllt, und Goldfische leben in ihr.

Der Transformationsprozess

Langsam beginnt ein Prozess, durch den das Glas der kleineren Kugel dünner und dünner wird. Geringe Mengen an Salzwasser sickern durch, und die Goldfische müssen sich rasch weiterentwickeln, damit sie diese Veränderungen verkraften können.

Da das Glas dünner wird, beginnen die Goldfische kurze Blicke auf die Kreaturen im großen Aquarium zu erhaschen. Einige Goldfische halten die anderen für ihre Feinde und versuchen mutig, ihre Kugel vor der drohenden Invasion zu schützen. Sie halten die Anemonen für schlecht und beschuldigen andere Goldfische, von ihnen beeinflusst zu werden.

Diese Goldfische verbergen ihre eigene Angst, projizieren jedoch ihre Angst in ihre Umgebung. Andere Goldfische vermuten, dass die Fische im Aquarium schon seit langer Zeit die Glaskugel und ihre Bewohner kontrollieren. Sie sehen sich und die anderen Goldfische als hilflose Opfer. Sie glauben, dass die Kreaturen auf der anderen Seite des Glases sie gefangen halten, um sie eines Tages aufzufressen.

Und da sich nun die Glaskugel mehr und mehr auflöst, begegnen sie jedem neuen Tag mit großer Angst. Einige Goldfische sehen die Fische auf der anderen Seite des Glases als heilige, allmächtige Götter.

Damit geben sie ihre eigene innere Autorität völlig auf und pendeln zwischen Gefühlsextremen hin und her. Einmal empfinden sie sich als Auserwählte, ein anderes Mal als unwürdig und wertlos. Sie versuchen, verborgene Botschaften ihrer ‚Meister’ zu interpretieren, und richten ihre Handlungen und Glaubenssätze danach aus. Sie schwimmen in der Kugel hin und her und verursachen viele Luftblasen, aber keine dauerhaften Effekte.

Einige der Goldfische halten diese anderen Kreaturen für Brüder und staunen über die unglaublichen Variationen, die ’der Große Fisch’ verwendet, um sich selbst auszudrücken. Sie folgen dem Geist des Großen Fisches mit jeder Kieme und jeder Flosse und empfinden Ekstase, da sie sich langsam darauf vorbereiten, bald in größeren Gewässern zu schwimmen.

Was so einfach klingt, bedeutet für viele Menschen eine große Herausforderung, da sie in ihrem Denken keinen Platz für die „Kreaturen im großen Aquarium“ haben. Für sie gibt es nur das, was sie sehen, verstehen oder wissenschaftlich erfassen können. Spirituelle Wesen, wie Engel oder Aufgestiegene Meister verweisen sie ins Reich der Fantasie.

Deshalb wird es immer wichtiger, dass es auch in Gesundheitsberufen mehr und mehr spirituell offene und bewusste Menschen gibt. Ihre Aufgabe ist es, hilfesuchende Menschen nicht nur im physischen, emotionalen, mentalen oder energetischen Heilungsprozess zu begleiten, sondern ihnen besonders dann zur Seite stehen, wenn sie sich selber vom „Süßwasserfisch“ zum „Salzwasserfisch“ weiterentwickeln.

 

[1] Vgl. Tachi-ren, Tashira: Der Lichtkörper-Prozess. Hans-Nietsch-Verlag, Freiburg 2001.

 

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