„Du bist nicht deine Gedanken!“ Hast du diesen Satz schon mal gehört? Glaub mir, da ist was dran! Denn die meisten Ängste entstehen im Kopf und haben oft mit der Realität überhaupt nichts zu tun! Deshalb kann es hilfreich sein, deine Gedankenwelt einmal zu erforschen, um dahinterzukommen, wie du sie erfolgreich entrümpeln kannst.

Bist du der Meinung, dass deine Gedanken ein Teil von dir sind, weil sie in dir entstehen? Weil sie ein Teil von DIR sind?

Das stimmt zwar, doch sie entspringen immer deinen Glaubensmustern und Vorstellungen, die du von dir und deinem Leben hast – oder die andere von dir und deinem Leben haben. Damit sind wir schon beim Punkt: Glaubensmuster und Vorstellungen sind Erwartungen, die überhaupt nichts mit der Realität zu tun haben müssen.

Identifiziere dich nicht mit deinen Gedanken!

Ich kenne es von mir: Die meiste Zeit gehen irgendwelche Gedanken in meinem Kopf herum, und seien es nur Ideen, Überlegungen oder noch zu Erledigendes.

„Es gibt nichts, was wir so oft und so ausgiebig tun wie denken. Unser Gehirn versucht ständig, alles zu erklären, zu verstehen, zu analysieren. Warum geschieht das? Warum passiert jenes? Und wie kann ich das einordnen? Das ist auch ganz logisch. Denn wenn wir die große, unübersichtliche Welt besser im Griff haben und verstehen, können wir letztlich leichter überleben.“[1]

Dabei ist das Denken an sich nicht das Problem, sondern die Tatsache, dass wir uns mit unseren Gedanken zu 100 % identifizieren.

  • Weil wir wir keinen Abstand zu unseren Gedanken haben
  • weil wir zu wenig darüber reflektieren und zu wenig selbstreflektiert sind
  • weil wir glauben, all unsere Gedanken entsprächen den Tatsachen
  • weil wir …

Gehe auf Abstand zu deinen Gedanken!

Deinem eigenen Kopfkino mit mehr Distanz zu begegnen und deinen Gedanken nicht mehr so viel Bedeutung beizumessen, kann sehr hilfreich im Zusammenhang mit Angstbewältigung sein. Dabei sollte es dein erster Schritt sein, dich in die Rolle eines inneren Beobachters zu begeben.

Stell dir für einen Augenblick vor, du stehst neben dir und versuchst aus dieser neutralen Position heraus wahrzunehmen, was dein Kopfkino gerade veranstaltet. Werde zu deinem Selbst-Beobachter!

Versuche nun, deine Gedanken nüchtern zu betrachten, indem du dir sagst: „Aha, das sind also meine Befürchtungen!“ oder „Das also denke ich über diese Situation“ oder „Das sind ja gar nicht meine Gedanken, sondern die von ….“

Manchmal relativieren sich bereits dabei bereits deine Ängste und Sorgen, weil sie „in ihre Bestandteile zerlegt“ werden – und weil für dich dadurch klar erkennbar wird, dass deine Gedanken an Schwere verlieren, sobald sie von dir nicht mehr als die Wahrheit wahrgenommen werden.

 

 

 

[1] Viktoria Susovits, FLOW Nr. 31

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