Ein Interview mit dem Bestseller-Autor und Social-Media-Experten Benedikt Ahlfeld

Ingrid Auer: Benedikt, in meinem Arbeitsumfeld gibt es viele Therapeuten, Heilpraktiker und Energetiker, die mit IT normalerweise nichts am Hut haben. Doch auch sie bemerken immer deutlicher, dass sie mit Mundpropaganda und Zeitungsinseraten alleine keine neuen Kunden finden. Was hat sich in den letzten Jahren so stark im Bereich Kundenwerbung verändert?

Benedikt Ahlfeld: Ja, dieser Bereich hat sich rasant entwickelt in den letzten Jahren. Es ist unglaublich, was da heute möglich ist! Bevor ich da weiter drauf eingehe, kommen wir zuerst zu deiner Frage:

Man braucht nur das Kaufverhalten der meisten Menschen heute zu beobachten. Es zeigt eindeutig: egal wie der Kunde auf dich aufmerksam wird – heute wird immer im Internet recherchiert, bevor gekauft wird. Die Positionierung als Experte mittels Online-Marketing ist der Erfolgsfaktor Nr. 1!

Zum Glück muss man kein IT Experte sein, um online mehr Sichtbarkeit und neue Kunden zu gewinnen. Die Technik ist heute so weit, dass jeder, der einen PC bedienen und Emails schreiben kann, auch erfolgreich Strategien des Online-Marketing einsetzen kann. Wichtig ist aber zu wissen, mit welchen Werkzeugen ich starten will, weil es so viele gibt. Darum sollte man sich zuerst einen Überblick verschaffen, was überhaupt möglich ist, und dann einen Test machen, was für einen selbst funktioniet. Die meisten Coaches, die ich berate, sind am Anfang etwas skeptisch, doch sie geben sich einen Ruck und sind dann bereit, etwas Neues auszuprobieren. Und dann sind sie völlig baff von den Ergebnissen und fragen sich, wieso sie so lange damit gewartet haben!

I.A.: Was würdest du beispielsweise einem Heilpraktiker im ersten Schritt empfehlen, der seinen Computer zwar privat für sich nutzt, aber keine Idee davon hat, wie er an Neukunden herankommen könnte?

B.A.: Ich denke, es hängt weniger vom eigenen Computer ab als davon, ob seine Kunden ihn auch über das Internet finden sollen. Das ist das Entscheidende! Nicht, ob ich einen PC benutzen will, sondern ob meine Kunden das tun um mich zu finden. Einfach nur eine Website zu haben ist leider nicht genug. Das ist wie eine Visitenkarte, die jemand auf der Straße liegen lässt. Die Wahrscheinlichkeit, damit neue Kunden zu finden, ist relativ gering. Der Fokus sollte also darauf liegen, die richtigen Interessenten online ausfindig zu machen und gezielt anzusprechen. Denn bei diesen ist auch ein großer Wunsch da, deine Dienstleistungen und Produkte in Anspruch nehmen – dafür müssen sie aber erst einmal davon wissen, dass es dich überhaupt gibt! 

I.A.: Social Media ist zwar in aller Munde, doch gibt es dagegen viele Vorbehalte. Was sind die größten „Missverständnisse“? 

B.A.:Social Media ist eines von vielen Werkzeugen, die man einsetzen kann. Man muss sich also zuerst ansehen, wo sich die eigene Zielgruppe online überhaupt aufhält. Ist sie nicht auf Facebook, dann werde ich dort auch nicht sein müssen. Finden sich jedoch tausende Interessenten, die nur darauf warten, von mir angesprochen zu werden, dann macht es das schon attraktiver. An sich ist Social Media also ein geniales Tool, konsumiert aber auch einiges an Zeit und Fokus. Die gute Nachricht ist: man kann diesen Aufwand mit Automatisierung auf ein Minimum begrenzen.

I.A.: Ein Therapeut könnte sich vom Titel deines Buches „Immer ausgebucht. Wie du dich als Experte positionierst und völlig automatisierst verkaufst“ möglicherweise gar nicht angesprochen fühlen, da er sich ja nicht automatisiert verkaufen möchte. Warum kann er dennoch davon profitieren?

B.A.:Mit “automatisiert verkaufen” ist auch gemeint, dass man sich sowohl bei der Akqusie als auch bei der Vorqualifierung der Klienten viel Zeit sparen kann. Wie wäre es zum Beispiel, wenn man in Zukunft nur noch mit Menschen eine kostenlose Erstberatung am Telefon durchführt, die bereits wissen, dass sie deine Dienstleistung in Anspruch nehmen wollen? Das kann man sehr leicht in jeder bestehenden Website einbauen und nicht nur die Interessenten vorab auswählen, sondern auch gleich über eine automatische Terminvergabe den Tag und die Uhrzeit für das Gespräch vom Kunden selbst planen lassen – inklusive Terminerinnerung per Email oder SMS. Damit hat man viel mehr Zeit und spart sich Kosten und die eigene Energie!

Ebenso wichtig ist die Erkenntnis, sich als Coach, Trainer und Berater (eben als klassischer Dienstleister) von der Idee lösen, seine Zeit zu verkaufen. Natürlich kannst du das weiterhin tun (und mit steigendem Expertenstatus immer höhere Stundensätze verrechnen). Aber viel effektiver ist es, dein Wissen gegen Geld zu verkaufen – und zwar ohne dass du physisch vor Ort sein musst. Erschaffe ein System, das komplett automatisiert für dich verkauft. Dann verdienst du „Geld im Schlaf“. Weil der Verkäufer (dein Online-Business) niemals schläft! Wie das funktioniert und wie du das für dich selbst umsetzen kannst, das zeige ich Schritt für Schritt in meinem neuen Buch!

I.A.: Benedikt, danke für dieses sehr spannende und aufschlussreiche Gespräch!

Benedikt Ahlfeld ist Experte für Entscheidungs-Psychologie, Bestseller-Autor von neun Büchern und ein Trainer der neuen Generation. Er richtet sich an Unternehmer, Vorausdenker und an alle Menschen, die sich nicht mit dem Mittelmaß zufrieden geben, sondern ein Leben nach eigenem Standard führen wollen. www.benediktahlfeld.com 

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